Bilder SEO: Wie Du mit Bildern Dein Google-Ranking verbesserst

Dem menschlichen Auge kann ein Bild mehr als 1000 Worte sagen – doch wie interpretiert eine Suchmaschine dasselbe Bild? Wenn Du Google und Co ein bisschen auf die Sprünge hilfst und die Grafiken auf deiner Website nach Bilder-SEO-Richtlinien optimierst, schaffst du nicht nur ein ansprechendes visuelles Erlebnis für deine Besucher, sondern profitierst gleichzeitig von einer besseren Positionierung in den Suchergebnissen.
Bei manchen meiner Seiten kommt über die Bildersuche von google einiges an Traffic zusammen.

 

Was ist Bilder-SEO?

Einfach gesagt: Die Anpassung von Fotos, Grafiken und anderem Bildmaterial, das eine Website, einen Online-Shop oder ein Blog illustriert, an die Richtlinien der großen Suchmaschinen. Es handelt sich dabei um eine Methode der Onpage-Optimierung.

Warum soll ich mir die Mühe machen, meine Bilder zu optimieren?

Ziel des Bilder-SEO ist es einerseits, dass Deine Fotos bei relevanten Suchbegriffen eine möglichst hohe Position in der Google Bildersuche erreichen. Diese gilt immerhin als die größte Bilddatenbank der Welt.

Andererseits soll es wie alle SEO-Maßnahmen auch dazu beitragen, die generelle Position der jeweiligen Website in den organischen Suchergebnislisten von Google, Bing und Co zu verbessern. Das liegt daran, dass Du mithilfe von Fotos und Bildern das WDF*IDF-Verhältnis wichtiger Keywords auf Deiner Website verbessern kannst.

Dazu kommt, dass auf vielen SERPs (Search Engine Page Results) bei Google, der meistgenutzten Suchmaschine in Deutschland, zu passenden Suchbegriffen eine Vorschau auf etwa vier bis fünf Resultate der Bilder-Suche angezeigt wird. Wer sich hier vorne platzieren kann, steigert seine Reichweite enorm.

 

Ist Bilder SEO also nur für Such-Algorithmen wichtig?

Nein. Bedenke, dass Bilder dem Nutzer Informationen und Emotionen vermitteln können. Sie lockern Websites optisch auf und strukturieren sie, weshalb sie das Lesen und die Informationsaufnahme erleichtern. Mit visuellen Reizen sprichst du also nicht nur die Bildsuchfunktionen der Suchmaschinen an, sondern auch deine Besucher.

Reicht die Suchmaschinenoptimierung von Text nicht aus?

Traditionell steht bei der Suchmaschinenoptimierung tatsächlich in den meisten Fällen der Text im Vordergrund. Wenn Du die Bebilderung einer Website beim SEO außer Acht lässt, verschenkst Du allerdings Potential. Die Mühe lohnt sich, da Du Deine Website mit einer geschickten Bild-Optimierung noch besser sichtbar machen kannst.

Welche Aspekte spielen eine Rolle beim Bilder-SEO?

Bei der Optimierung von Bildmaterial spielen verschiedene, für den Nutzer sichtbare und nicht sichtbare Faktoren eine Rolle, darunter:

  • der Dateiname
  • die URL des Bildes
  • die Einbettung auf der Website oder dem Blog
  • die ALT-Beschreibung
  • das Bildformat
  • die Dateigröße/Ladegeschwindigkeit
  • das Motiv

Die Crawler der Suchmaschinen durchforsten unter anderem den Quelltext und erfassen dabei viele dieser Daten.

Achte unbedingt darauf, dass alle Ordner für die Crawler zugängig sind. Sie dürfen nicht in der robots.txt gesperrt werden, sonst sind alle Optimierungsversuche umsonst.

Im Folgenden zeige ich Dir, wie Du Deine Website-Graphiken in allen wichtigen Aspekten Suchmaschinen-konform gestaltest.

 

Bild-Optimierung: der Dateiname

Je genauer der Dateiname das Motiv beschreibt, desto größere Chancen auf eine hohe Rankingposition in der Bildersuche bestehen. Auch hier kann eine Keyword-Recherche sinnvoll sein – welche Keywords werden zum Thema der Website besonders oft gesucht und wie lassen sie sich illustrieren?

Passende Fotos oder Grafiken kombiniert mit einem treffenden Dateinamen sind besonders erfolgreich. Der Name sollte möglichst kurz, aber präzise ausfallen.

Zeigt Dein Bild beispielsweise einen Sportschuh, kannst du es sportschuh.jpg nennen. In Fällen wie diesen, wo die Bezeichnung sehr generisch ist und daher viel Konkurrenz besitzt, helfen zusätzliche Attribute. Diese werden nicht durch ein Lehrzeichen, sondern einen Bindestrich getrennt. Möglich wäre etwa sportschuh-marke-modell.jpg oder schwarzer-baskettballschuh.jpg. Es sollten maximal drei Wörter gewählt werden und Keyword Spamming ist zu vermeiden.

Füllwörter, die kein Bedeutungsträger sind, gehören nicht in den Dateinamen. Irrelevante Zahlen- und Buchstabenkombinationen haben hier ebenfalls nichts zu suchen.

Wer einen treffenden Namen für seine Bilddateien wählt, optimiert sie einerseits für die Bildersuche. Andererseits helfen Dateinamen Google und Co, den generellen Inhalt einer Website oder Unterseite zu erfassen, und diese korrekt zu indexieren.

 

Bild-Optimierung: der ALT-Text

Ähnlich wie der Dateiname sollte das ALT-Attribut das Motiv korrekt und möglichst genau beschreiben. Der Tag fasst den Inhalt des Bildes zusammen und wird unter anderem angezeigt, wenn der Nutzer mit der Maus darüber fährt oder wenn das Bild nicht geladen wird.

In dem Tag haben mehr Wörter als im Dateinamen sowie zusätzliche Attribute Platz. Keywords lassen sich im ALT-Text ebenfalls hervorragend einbinden – darauf solltest Du besonders achten.

 

Bild-Optimierung: die Dateigröße

Nicht zu klein und nicht zu groß sollte ein Bild sein. Dabei ist wichtig, dass die Größe zur Verfügung steht, in der das Bild auf der Website benötigt wird. So vermeidest Du verpixelte oder verzogene Motive.

Thumbnails und andere Miniformate erscheinen kaum in hohen Rankingpositionen der Bildersuche. Jede Seite des Bildes sollte daher mindestens 300 Pixel lang sein.

Andererseits schaffen es auch hochauflösende, unkomprimierte Fotos nicht so leicht in die Suchergebnisse. Es macht also keinen Sinn, große Fotos auf dem Server zu hinterlegen und diese anschließend über HTML-Attribute im IMG-Tag zu verkleinern.

Zudem verlängern speicherintensive Bilder die Ladezeiten einer Website stark, was einen negativen Effekt auf die Rankingposition der gesamten Website hat. Lange Ladezeiten wirken auch auf Besucher abschreckend.

Mit den kostenlosen Online Tool tinypng.com oder dem kostenpflichtigen www.jpegmini.com können Bilder schnell und unkompliziert komprimiert werden.

Für WordPress gibt es auch einige Plugins, mit denen bereits hochgeladene Bilder rückwirkend SEO-gerecht komprimieren können. Ich habe mit den kostenlosen Varianten von smush und EWWW Image Optimizer gute Erfahrungen gemacht

Eine Lazy Loading Funktion sorgt dafür, dass die Bilder erst geladen werden, wenn der User an den Bereich der Seite, auf der das Bild angezeigt werden soll, gelangt. Die Bilder werden im Browser also erst “on demand” geladen. Dieses Vorgehen kann empfehlenswert sein, da sich die Ladezeit der Seite (insbesondere bei vielen und großen Bildern) stark verbessert. Allerdings kann es sein, dass beim Lazy Loading nur Bilder von der google-Suche erfasst werden, die sich “above the fold” befinden (so wird der Bereich einer Website genannt, der für die Nutzer ohne scrollen auf den ersten Blick sichtbar ist).

 

Bild-Optimierung: das Format

Die Bildersuche von Google zeigt Grafiken im Querformat am besten an. Hier ist meist mehr zu erkennen als auf hochformatigen Bildern, da diese insgesamt kleiner angezeigt werden.

SEO-Experten meinen herausgefunden zu haben, dass Bilder im Format 4:3 am meisten angeklickt werden. Bei diesem Format besteht zudem keine Gefahr, dass Google das Foto automatisch beschneidet.

 

Bild-Optimierung: die URL

Analog zur Suchmaschinenoptimierung der URLs aller Unterseiten funktioniert auch die URL-Optimierung von Bildern. Der Pfad sollte nicht zu lang sein und die Unterordner sollten thematisch passende Namen tragen. Möglich ist zum Beispiel: http://www.musterwebsite.de/schuhe/marke/schwarzer-baskettballschuh.jpg.

Wenn Du etwa in einem Online-Shop besonders viele Bilder einbindest und die Indexierung bei Google begünstigen möchtest, kannst Du eine eigene XML-Sitemap mit allen Bilder-URLs erstellen. Melde dich anschließend in der Google Search Console an und lade dort die Datei hoch.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der bei der Suchmaschinenoptimierung helfen kann, ist die mehrfache Verwendung des Bildes. Das heißt, wann immer möglich, sollte der Webmaster das selbe Bild so oft wie möglich auf der eigenen Webseite verwenden und darüber hinaus am besten mit internen Cross-Links versehen. Das erhöht das Indexing des Bildes und macht die gesamte Seite leichter zu finden.

 

Bild-Optimierung: das Einbetten in eine Website

Suchmaschinen achten ebenfalls darauf, wo und in welchem Kontext ein Bild auf einer Landingpage oder Unterseite eingebunden wird. Hier ist wichtig, dass der Inhalt der Seite und das Bild zusammenpassen. Ob das der Fall ist, erkennt Google vor allem daran, dass dieselben und verwandte Keywords sowohl im Text und in den Meta-Informationen der Seite, als auch in den Informationen des Bildes wie dem Dateinamen und dem ALT-Tag enthalten sind.

 

Bild-Optimierung: das Motiv

Neben den verdeckten Faktoren spielt auch das Motiv selbst eine wichtige Rolle: Es ist letztendlich der Grund, warum sich ein Suchender dazu entscheidet, genau dieses Bild anzuklicken. Wenn es nicht zum gesuchten Inhalt passt oder seinen Nachbarn zu ähnlich sieht, klickt der Nutzer vermutlich ein anderes Bild an.

Dies wird von Google registriert und wirkt sich auf die Auflistung aus. Bilder, die oft angeklickt werden, stuft die Suchmaschine als relevant für den jeweiligen Suchbegriff ein. Dadurch behalten sie ihre Position oder steigen gar auf.

Dieser Mechanismus ist in Online-Shops enorm wichtig. Wer keine eigenen, einzigartigen Produkte verkauft, sollte nicht die vom Hersteller bereitgestellten, austauschbaren PR- oder Produktfotos verwenden, die der potentielle Kunde überall findet. Wenn möglich solltest Du hier eigene Produktfotos einbinden, die professionell aufgenommen wurden.

Auf Websites und Blogs sollten ebenfalls überall, wo es möglich ist, individuelle Fotos, Grafiken und Bilder verwendet werden. Verzichte so oft wie möglich auf Stock- und PR-Fotos, da diese auf den unterschiedlichsten Websites auftauchen können. So behält Deine Seite ihre Einzigartigkeit.

Generell gilt: Individuelle, visuell ansprechende Motive, die ins Auge fallen und die Zielgruppe ansprechen, werden öfter angeklickt. Auf diesem Weg sorgst Du für eine höhere Conversion-Rate.

 

Kurz und knackig: Welche Eigenschaften besitzt ein SEO-optimiertes Bild?

  • ein attraktives, einzigartiges und auffälliges Motiv, das zum Inhalt der Website passt
  • einen Dateinamen, der das Motiv treffend und präzise zusammenfasst (kleingeschrieben und mit Bindestrich z.B. fitness-model.jpg)
  • eine genaue ALT-Beschreibung mit dem Hauptkeyword
  • eine angemessene Dateigröße, die die Ladegeschwindigkeit nicht zu stark erhöht
  • das Format 4:3
  • eine einfache URL mit namentlich passender Ordnerstruktur
  • eine Position auf einer thematisch passenden Unterseite oder Landingpage

 

Weitere Artikel zum Thema Bilder SEO:

Bernhard Schaus

Begonnen habe ich 2014 als Blogger und mittlerweile betreibe ich mehr als 50 erfolgreiche Affiliate-Webseiten und mindestens noch mal so viele weniger erfolgreiche :) Ich befasse mich obsessiv mit Online Marketing und habe einen starken Fokus auf SEO und Facebook Marketing. In diesem Blog gebe ich meine besten Tipps weiter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.