Freelancer.com – Meine Erfahrungen mit dem größten Projektvermittlungsportal der Welt

freelancer.com ist weltweit das größte Portal für Projektvermittlungen. Laut Wikipedia sind dort über 21 Mio. Nutzer aus 247 Ländern (nach eigenen Angaben) registriert.

Auftraggeber können hier schnell und extrem kostengünstig Freelancer z.B. für die Erstellung von Graphiken, Logos oder zur Web- und Softwareentwicklung finden und direkt über die Plattform beauftragen.

Ich bin seit 2009 bei freelancer.com aktiv. Damals hieß das Portal noch getafreelancer.com

Der größte Vorteil für Auftraggeber ist hierbei, dass ein Großteil der Freelancer aus Indien, Mittelamerika oder Osteuropa kommt und die Dienstleistungen für Stundensätze von teilweise $5 oder weniger angeboten werden.

Die Konditionen sind allerdings individuell verhandelbar. Auf der deutschen Variante des Portals freelancer.de sieht die Preisstruktur schon ganz anders aus.

Freelancer online anheuern

Nach der kostenlosen Registrierung auf freelancer.com hast Du als Auftraggeber die Möglichkeit ein Jobangebot zu entwerfen. Sei dabei immer möglichst genau und gib Referenzprojekte an. Das spart allen Beteiligten Zeit.

Im folgenden Verlauf, hat man die Option unterschiedliche Veröffentlichungspakete zu buchen. Du kannst Dein Projekt z.B. für einen Aufpreis highlighten oder durch einen Vermittler von freelancer.com abwickeln lassen.

Zusatzoptionen sind meiner Erfahrung nach nicht nötig, da Du ohnehin immer rund 100 Bewerbungen erhälst.

Aber vorsicht: Viele Freelancer lesen die Auftragsbeschreibung nicht richtig durch und bieten auf alle möglichen Ausschreibungen halb blind mit. Um Ärger zu vermeiden solltest Du Dir also also etwas Zeit mit der Auftragsvergabe lassen:

Prüfe jedes Angebot im Detail, sie Dir Arbeitsproben sowie die Bewertungen von vergangenen Aufträgen genau an und gehe den Auftrag noch mal grob im Chat mit dem Freelancer durch. Ganz oft kommt dann schon ans Licht, dass die Projektbeschreibung entweder nicht richtig gelesen oder falsch verstanden wurde.

So sieht ein vielversprechendes Profil eines freelancers aus.

Wenn der Auftrag zunächst erst einmal online geschaltet ist, dauert es nur ein paar Minuten bis die ersten Bewerbungen eintreffen.

Sämtliche Details wie Bearbeitungsdauer, Bezahlung nach Stundensatz oder Festpreis können dann frei ausgehandelt werden.

Ich bin hier immer großzügig und verhandle nicht, da die Bezahlung bei den ohnehin unfassbar niedrigen Preisen nur unwesentlich zu unterbieten ist. Daher habe ich auch 100% 5-Sterne-Bewertungen und mittlerweile den ein oder anderen zuverlässigen Freelancer an der Hand, den ich per Email oder WhatsApp kontaktieren kann, wenn ich mal eben etwas brauche.

Was die Bezahlung angeht: Du zahlst einen Betrag x auf einem Guthabenkonto ein. Wenn ein Freelancer mit Deinem Auftrag fertig ist und Du den Auftrag abgenommen hast, dann kann das entsprechende Auftragsguthaben für den Freelancer angewiesen werden.

Dir werden als Auftraggeber immer 3% des Auftragspreises in Rechnung gestellt und dem Freelancer 10%.

Freelancer.com möchte mögliche Schwierigkeiten in der Zufriedenheit der Auftragsbearbeitung natürlich vermeiden. Aufgrund dessen, hast Du die Option sogenannte Milestones festzulegen. Diese Milestones sind nichts anderes als klar festgelegte Zwischenziele.

 

Hiermit kann der Auftrag immer wieder zu festen Zeiten gegengecheckt werden. Du als Auftraggeber kannst so bei der Auftragsbearbeitung sehr nah am Geschehen bleiben. Und für den Freelancer ist es ebenso ein Sicherungsinstrument, um zu verhindern, dass er in eine falsche Richtung arbeitet.

Der beste Vorschlag gewinnt: Wettbewerbe

Für Logos, Werbebanner und andere Graphiken empfiehlt sich die Ausschreibung eines Wettbewerbs.

Nach einer öffentlichen Beschreibung Deines Projekts können alle Freelancer ihren Vorschlag einreichen und Du kannst nach einer von Dir festgelegten Wettbewerbsdauer den Besten auswählen. Dieser erhält dann nach Übergabe der Daten das von Dir festgelegte Preisgeld.

Für kleinere Nischenseiten habe ich schon Ausschreibungen für $10 gemacht und trotzdem wurden etliche Logos für mich designt.

Für das Logo dieses Blogs habe ich einen extra hohen Betrag in Höhe von $150 ausgeschrieben. Viele Freelancer arbeiten dann mehrere Stunden an Deinem Logo und das ohne zu wissen, ob sie den Wettbewerb gewinnen.

 

Die Kosten für ein handgezeichnetes Logo wären in Deutschland sicher höher als $150.
Im Anschluss habe ich mir noch einen coolen facebook header für $30 erstellen lassen 🙂

 

Regelmäßige Kommunikation ist natürlich wichtig für optimale und schnelle Ergebnisse. So sind auch die besten Freelancer an Folgeaufträgen von Dir interessiert und auf beiden Seiten entsteht maximaler Nutzen 🙂

 

Die Usability

Freelancer.com ist nicht umsonst weltweiter Marktführer. Die Nutzerfreundlichkeit überzeugt im Vergleich zu Plattformen ähnlicher Art ungemein. Trotz der großen Bandbreite an Tools, Optionen und  Features ist alles übersichtlich aufgebaut und intuitiv bedienbar.

 

Freelancer verfügt über eine mobile sowie Desktop-App

Du kannst Dir als Auftraggeber ganz einfach je nachdem, welches System Du nutzt, entweder via App Store oder via Google Play eine App downloaden. Mit ihr ist es Dir möglich Deine Jobanzeigen und die dazugehörigen Gebote zu managen.

Mit der Desktop App kannst Du live die Fortschritte Deines Projektes verfolgen. Die entsprechenden Arbeitsschritte, die der Freelancer initiiert, werden hinterlegt und in automatischer Form via Screenshot im Sekundentakt an den Auftraggeber weitergeleitet.

Du als Auftraggeber, bleibst also maximal nah an der Arbeit des Freelancers und kannst ggf. frühzeitig Einfluss auf bestimmte Änderungen nehmen.

 

Fazit

Die Plattform Freelancer.com bietet Dir als Auftraggeber die besten Möglichkeiten, um internationale Freelancer zu finden. Dabei sprichst viel mehr Freelancer an, als z.B. auf den ebenfalls sehr guten und bekannten Plattformen upwork und fiverr.

Ich selbst arbeite regelmäßig mit freelancer.com und eine Reihe zuverlässiger Kontakte für Folgeaufträge ist bereits entstanden.

Wenn Du einen deutschsprachigen Freelancer suchst, empfehle ich Dir twago.

 

Sandra Schmitz

Sandra ist als mehrfache Internet-Unternehmerin vertraut mit dem aktuellem Marktgeschehen. Nach Ihrer Ausbildung als Fachinformatikerin hat sie für ebay und Zalando gearbeitet. Als Autorin schreibt sie seit 2014 inspirierende Fachartikel rund um Online Marketing, Webdesign, Google und Social Media.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.