Keyword Recherche mit dem KWFinder: Funktionalität, Anwendung und Vorteile des Keyword-Tools

Jeder, der mit Suchmaschinen-Traffic Geld verdient, weiß, wie wichtig die Wahl der richtigen Keywords ist. Um einige niedrige Konkurrenz und viel Suchvolumen zu bestimmen, wird ein Recherche Tool für die richtigen Keywords benötigt.

Seit der Google Keyword Planner für Kunden ohne aktive Adwords-Kampagne seine Daten auf Angaben wie „100 – 1000 Suchanfragen“ beschränkt hat, gehört der KWFinder (kurz für Keyword-Finder) zu den beliebtesten Keyword-Recherche-Tools.

Das liegt zum einen am günstigen Preis und zum anderen an der einfachen Funktionsweise. Ich selbst habe auch ein Jahresabo und bin mit der Leistung sehr zufrieden.

Funktionalität des KWFinders im Überblick

Der KWFinder eignet sich für die folgendenden Aufgaben:

  • Suchvolumen von Keywords bestimmen (wie oft im Monat ein bestimmter Suchbegriff gegoogelt wird)
  • Recherche nach Keywords und Suchergebnissen
  • automatische Vervollständigung (Suggest)
  • Werkzeug zum Finden von W-Fragen
  • Ranking-Analysetool (Tracker) 

Hier kannst Du den KWFinder mit einem Keyword Deiner Wahl kostenlos testen:

Welche Vorteile gibt es?

  • Eines der günstigen Keyword-Tools auf dem Markt
  • intuitive Bedienung und übersichtliches Design
  • mobilfreundlich, auch am Smartphone oder Tablet nutzbar
  • hohe Suchvolumina-Abfragen
  • zahlreiche Suggestions von Keywords
  • Webbasierte Anwendung
  • Zahlreiche Suchoptionen und Filter, um einzigartige Keywords zu finden
  • Exportfunktionen der Daten
  • 3 Keywords pro Tag können kostenlos abgefragt werden
  • Score zur Keyword-Konkurrenzanalyse ist einer der aussagekräftigsten aller Keyword-Tools

Welche Nachteile gibt es?

  • Eignet sich nicht zur Wettbewerber-Analyse
  • Die Schätzungen der Suchvolumina sind oft unpräzise
  • Bei anderen Keyword-Tools wie SEMRush, ahrefs oder SECockpit gibt es immer wesentlich mehr Keyword-Suggestions
  • für Intensivnutzung wegen der strikten Begrenzung der Abfragen weniger geeignet
  • Preview des SERP-Checkers kann nicht individualisiert werden

 

Du kannst den KWFinder hier kostenlos ausprobieren!

 

 

KWFinder: die Keyword-Suche in der Praxis

Nach Eingabe der Keywords sowie weiterer Parameter wie Land und Sprache bietet der Keyword-Finder eine Reihe von Daten:

  • SERP-Resultate in der aktuellen Darstellung bei Google
  • Durchschnittskosten pro Klick (CPC auf Basis von Google Adwords)
  • durchschnittliches Suchvolumen pro Monat
  • Page Authority und Domain Authority (jeweils aus der Datenbank des SEO-Tools Moz bezogen)
  • Moz-Rank und Moz-Trust der URL
  • Likes auf Facebook
  • Geschätzte Besucheranzahl der Wettbewerber
  • externe Links
  • Keyword SEO difficulty (basierend auf den Metriken DA, PA, MR, MT)

Suchvolumen

Geht es um die Abfrage der Suchvolumina mehrere Keywords, kannst Du dies über einen kleinen Link unter der Bezeichnung import tun. Keywords werden also nicht in die Suchmaske eingegeben, sondern in ein Eingabefenster, das sich nach dem Klick auf import keywords öffnet. Listen von bis zu 200 Keywords können hier eingetragen werden. Ebenso hast Du die Möglichkeit, Keyword-Listen mit dieser maximalen Anzahl hochzuladen.

 

Preise – Viele Funktionen für wenig Geld!

Es  wird hier zwischen dem Premium Paket, dem Basic Paket sowie dem Free Paket unterschieden. Das Free Paket ist kostenfrei. Hierbei lassen sich jedoch auch nur 3 Anfragen für Keywords innerhalb von 24 Stunden generieren. Für einen ersten Test oder auch, um erste Erfahrungen in diesem Kontext zu sammeln, mag das ausreichen, um jedoch weiterführende Arbeiten mit dem Programm professionell auszustaffieren, empfehlen sich eher die kostenpflichtigen Pakete.

Das Free Paket des Keyword Finders

Das Free Paket beinhaltet bis zu 3 Keywordanfragen am Tag. Es werden dann hierbei auch nur bis zu 25 Keywords angezeigt. Für die meisten Nutzer ist das vollkommen ausreichend.

Basic Paket des Keyword Finders

Das Basic Paket bietet Dir bis zu 100 verschiedene Keywordanfragen an. Es können bis zu 200 Keywords oder Suchläufe angezeigt werden. Das ist für die meisten auch vollkommen ausreichend. Sollten es hierbei ggf. mehr Anfragen werden, so ist ein Upgrade problemlos durchführbar. Die Kosten bewegen sich im Bereich von 12,42$ / Monat bei Zahlung per anno. Solltest Du als Nutzer eine monatliche Zahlung präferieren, so ist der Preis bei 29$ / Monat. In diesem Paket findest Du noch den SERPChecker, der es Dir ermöglicht die relevanten Top 10 Deiner Suchergebnisse genau zu analysieren. Weiterhin enthalten ist der SERPWatcher, mit dem Du Deine Positionen in den SERPs beobachten kannst.

Premium Paket des Keyword Finders

Das wählbare Premium Paket beinhaltet bereits 500 Anfragen sowie bis zu 700 Keywords pro Suche. Das Paket bietet sich für Dich an, wenn Du einen gewerblichen Hintergrund verfolgst. Bei einer jährlichen Zahlungsweise liegt der Preis bei 24,92$ / Monat. Solltest Du hingegen eine monatliche Zahlung bevorzugen, so befindet sich der Preis bei 49$ / Monat. Auch in dieser Variante sind SERPChecker und SERPWatcher integriert.

Außerdem gibt es auch noch ein Agentur-Paket für die sehr intensive Nutzung.

 

Keyword Finder – Funktionen und Metriken

Die Funktionen des Keyword Finder lassen sich in 3 Optionen zusammenfassen. Ich unterscheide hierbei zwischen dem Import, den Suggestions, dem Autocomplete sowie den Questions.

Suchvolumen ermitteln

Das Suchvolumen (Search Volume) gibt Dir Angaben darüber, wie oft ein Keyword im Durchschnitt pro Monat gesucht wird. Suchvolumen wird bei der Keyword-Recherche eingesetzt, um den möglichen Suchmaschinen-Traffic für bestimmte Keywords einschätzen zu können und dementsprechend den content auf bestimmte Keywords zu optimieren. Das Suchvolumen (Search Volume) gibt Dir Angaben darüber, wie oft ein Keyword im Durchschnitt pro Monat gesucht wird.

Die Suggestions

Bei der Funktion der Suggestions werden Dir, wie auch in anderen Vergleichsprogrammen Keyword Vorschläge angezeigt aus denen Du dann infolge dessen auswählen kannst. Die angezeigten Keywords als Vorschlag, können jedoch nicht immer ganz passend sein.

 

Die Questions

Hierbei werden für einen gewissen Suchbegriff Fragen bzw. Longtail Keywords ausgegeben.

Saisonale Trends

Die Option Trend gibt Dir Angaben über die längerfristige Entwicklung der Abfrage eines Keywords. Der Trend ist bezogen auf die letzten 12 Monate. Die Suchvolumina werden pro Monat mit einem Balken angezeigt, wodurch du auch kurzfristigere monatliche Schwankungen erkennen kannst.

 

 

Das Keywort „Bohrmaschine“ wird jeden Monat in etwa gleich oft gesucht

 

Das Keyword „Gartenschlauch“ hingegen wird fast nur im Frühjahr und Sommer gesucht. Saisonale Schwankungen sollten bei der Wahl der Keywords berücksichtigt werden.

 

Geschätzte Besucheranzahl für ein bestimmtes Keyword

Die Kennzahl Estimated Visits gibt eine Schätzung über die Besucherzahlen bei verschiedenen Platzierungen des Keywords ab. Konkret zeigt sie die monatliche Anzahl der Besucher an, die über ein bestimmtes Keyword auf einen bestimmte URL gelangen.

 

Domain Authority (DA) und Page Authority (PA)

Domain Authority (DA) ist eine Einschätzung der Stärke des Linkprofils der Gesamtdomain. Je höher dieser Kennwert ausfällt, desto stärker die Domain.

Die damit verwandte Page Authority (PA) ist eine Maßzahl für das Linkprofil einer Unterseite. Hierbei geht es um Unterseiten für das Ranking in Bezug auf ein bestimmtes Keyword. Je höher diese Maßzahl ausfällt, desto besser ist die Unterseite in den Suchergebnissen aufgestellt und desto schwerer wird es, sie zu überholen.

Cost-per-Click (CPC)

Die Cost-per-Click (CPC) ist eine Option, die berechnet, welche Kosten ein Klick verursachen würde, sobald eine Anzeige zu einem bestimmten Keyword via Google-AdWords geschaltet werden würde. Die damit verwandte Option Pay-per-Click gibt Rückschluss auf die Stärke der Konkurrenz für ein bestimmtes Keyword im Hinblick auf Google AdWords. Beide Optionen sind für die Herausforderungen der Suchmaschinenoptimierung nur von eingeschränkter Bedeutung, jedoch interessante Zusätze, um Einblick in Kosten und Wettbewerb zu erhalten.

Links, MozRank und MozTrust

Die Metrik Links gibt Rückschluss auf die Anzahl der Backlinks, die das SEO-Werkzeug Moz für eine bestimmte Unterseite finden konnte. Der mit Google PageRank vergleichbare MozRank ist ein Tool zur Ermittlung der Popularität von Links. Anhaltspunkt hierfür ist die Anzahl von Backlinks, die auf die eigene Webseite weisen. Zur Ermittlung der Popularität legt der MozRank eine Skala von 1 bis 10 zugrunde.

Auf ähnliche Weise fungiert der MozTrust als ein Kennwert für die Linkpopularität einer Seite. Anders als der MozRank legt der MozTrust den Schwerpunkt jedoch auf qualitative statt quantitative Aspekte eines Links. Hier geht es also nicht um die reine Anzahl sondern um die Herkunft von Links, wobei vertrauenswürdige Internetseiten als qualitativ hochwertiger eingestuft werden. Aus diesem Grund kann eine Webseite einen hohen MozRank aufweist, jedoch der MozTrust geringer ausfällt. Dies ist beispielsweise bei Link-Farmen oder Spam-Seiten der Fall, auf denen automatisiert Backlinks generiert werden.

Rank

Auf Basis einiger zuvor skizzierter Metriken wie DA und PA errechnet der Keyword Finder einen Rank durch das Linkprofil einer URL beziehungsweise der zugehörigen Domain. Dieser Rank ist ein Indikator auf den Erfolg einer Webseite in den Suchergebnissen. Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass die Frage, ob eine Webseite in den Suchergebnissen aufsteigen kann, auch von der Onpage-Optimierung sowie der Stärke der eigenen Seite abhängt. Zudem entspricht das Datenmaterial zum Linkprofil von Moz nicht zwingend dem von Google.

Facebook shares

Der KWFinder zeigt Dir außerdem an, wie oft eine URL auf Facebook geteilt wurde. Analog dazu zeigt G+ an, wie oft die URL auf Google Plus geteilt wird.

SEO-Konkurrenzanalyse

Was die Konkurrenz in der SEO betrifft, gibt der KWFinder diese auf einer Skala von 0 bis 100 an, wo sie in gleich großen Abständen in Kategorien angegeben wird. Als näherungsweise Orientierungshilfe gibt der Wert Einblick in die Dichte des Wettbewerbs um bestimmte Keywords. Die Staffelung reicht von 0-9 unter der Bezeichnung go for it bis zu 90-100 unter der Angabe don’t do it. Zur Einschätzung, wie leicht oder schwer ein Keyword gerankt werden kann, ist diese Option von Vorteil. Allerdings ist sie nur eingeschränkt akkurat, weswegen sie nur Anhaltspunkte liefern kann.

Die Keyword SEO difficulty laut dem KWFinder

  • 0 – 9: effortless
  • 10 – 19: go for it
  • 20 – 29: easy
  • 30 – 39: still easy
  • 40 – 54: possible
  • 55 – 74: hard
  • 75 – 89: very hard
  • 90 – 100: don’t do it 

Zur Ermittlung des Werts auf der Skala legt der KWFinder einen Mittelwert aus dem SEO-competitiveness-rank der verschiedenen URLs aus den Google-Suchergebnissen zugrunde. Zur Berechnung des Ranks kommen wie bei allen anderen Keyword-Metriken keine On-Page-Aspekte zum Tragen, genauso wenig wie die Qualität des Contents und die Suchintention. .

Aus meiner Sicht ist die SEO-difficulty des KWFinder für deutsche Webseiten der beste Kennwert. Die Scores von ahrefs oder SEMRush z.B. sind nur für englischsprachige Seiten zu gebrauchen.

 

Zusammenfassung und Fazit

Der KWFinder überzeugt insbesondere durch den unschlagbaren Preis, seine intuitive und leicht verständliche Bedienung und durch seine hohe Arbeitsgeschwindigkeit.

Die Arbeit mit dem KWFinder macht Spaß. Das User-Interface ist angenehm schlank und trotzdem gibt es umfangreiche Funktionen und viele Metriken, die zur gelingenden Analyse und Suchmaschinenoptimierung beitragen.

Der KWFinder ist ein exzellentes Tool zur Keywordrecherche und überzeugt vor allem bei einem kleineren Budget oder für Anfänger. Für erweiterte Funktionen ist das Tool ahrefs die Premium-Lösung, die allerdings auch mehr als 3-4x so viel kostet.

Kliche hier, um den KWFinder kostenlos zu testen!

 

Sandra Schmitz

Sandra ist als mehrfache Internet-Unternehmerin vertraut mit dem aktuellem Marktgeschehen. Nach Ihrer Ausbildung als Fachinformatikerin hat sie für ebay und Zalando gearbeitet. Als Autorin schreibt sie seit 2014 inspirierende Fachartikel rund um Online Marketing, Webdesign, Google und Social Media.

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