Neue White Hat SEO Methode: Wie Du Pressespiegel für Dein Linkbuilding nutzen kannst

Der Ansatz dieser Linkbuilding-Methode ist im Prinzip einfach: Rede online über andere, gewinne deren Aufmerksamkeit und bringe sie so dazu, Deinen Content über sie zu verlinken.

Der Hintergrund ist die Tatsache, dass viele Unternehmen, Organisationen, sonstige Einrichtungen sowie Themenportale meist ein intensives Monitoring betreiben. Egal ob Fußballverein, internationales Unternehmen, Hilfsorganisation oder Universität: Sie erstellen Pressespiegel und verfolgen, was andere online und offline über sie publizieren.

Manchmal werden diese Informationen nur intern verbreitet, um die Mitarbeiter und Stakeholder zu informieren. Teilweise nutzen Unternehmen die Berichterstattung über sich selbst jedoch zusätzlich als PR oder eine Art Werbung und sammeln Links zu Berichten, Blogartikeln und ähnlichem auf der eigenen Website.

Damit signalisieren sie gegenüber potentiellen Kunden und Geschäftspartnern: Seht her, wie wichtig wir sind, so viele andere Medien schreiben über uns! Auf diesem Weg lässt sich die eigene Marke stärken und ein positives Image fördern.

Du kannst Dir gezielt Unternehmen raussuchen, die eine Seite mit Presse-Links haben und über das Unternehmen berichten, sie zitieren oder ein Interview machen.

Recherchiere zunächst, welche Unternehmen und Influencer aus Deiner Branche online Referenzen, Artikel und ähnliches auflisten. Lege am besten eine Excel-Tabelle mit Links zu den jeweiligen Seiten, Kontaktdatum und Status an.

Zur Recherche eignet sich Google, wo Du natürlich zuerst ein relevantes Keyword eingibst. Verwende jedoch nicht nur Dein Haupt-Keyword, sondern experimentiere mit verschiedenen Variationen und verwandten Begriffen.

Um die Ergebnisse zu präzisieren, ergänzt Du Dein Keyword um einen der folgenden Begriffe:

  • “Pressespiegel”
  • ” In den Medien”
  • ” Wir in den Medien”
  • * In der Presse”
  • “Wir in der Presse”

So suchst Du gezielt nach Websites aus Deinem Themengebiet, die externe Berichterstattung auf einer separaten Unterseite auflisten.

Noch genauere Ergebnisse erzielst Du, wenn Du vor den Deskriptor den Befehl intitle / allintitle beziehungsweise inurl / allinurl setzt. Eine Suchanfrage könnte also zum Beispiel so aussehen:
Keyword intitle:”Wir in der Presse”
oder
Keyword allinurl:”In den Medien”

Angenommen Du betreibst einen Foodblog oder eine Vergleichsseite über Küchengeräte, kannst Du z.B. suchen nach “Schokolade Presse über uns”:

Alle Links müssen manuell geprüft werden…

Es lohnt sich, bei jeder Suchanfrage mindestens zehn SERPs durchzuarbeiten, so dass Du pro Suche 100 potentielle Zielseiten erhältst. Wenn Du alle Suchergebnisse auf einer Seite sehen möchtest, fügst Du einfach den Befehl &num=100 ganz an das Ende der URL der ersten Ergebnisseite ein.

Die Suchergebnisse schaust Du Dir nun eins nach dem anderen an. Das ist zwar aufwändig, aber lohnt sich.

Achte darauf, dass Deine Zielseite nicht nur eigene Pressemitteilungen, Blogposts und ähnliches verlinkt, sondern tatsächlich Beiträge externer Websites. Deren Berichterstattung sollte dabei nicht nur erwähnt werden, sondern auch mit einem dofollow-Link verbunden sein. Zudem sollte die Link-Seite am besten innerhalb der letzten Monate aktualisiert worden sein, damit Du erkennst, dass sie noch aktiv betreut werden.

Bei dem Beispiel “Schokolade Presse über uns” sind alleine auf der ersten Ergebnisseite bei google mehrere geeignete Pressespiegel.

 

 

 

 

Schritt 2: Relevanten Content produzieren

Wenn Du Deine Liste mit potentiellen Zielseiten erstellt hast, überlegst Du Dir, welcher Content relevant für sie und ihre Zielgruppe wäre. Schau Dir zunächst an, welche Art von Beiträgen bevorzugt auf der Zielseite verlinkt werden und überlege Dir dann eigene Inhalte.

Mögliche Content-Ideen:

  • Rezensiere ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung des jeweiligen Anbieters.
  • Berichte über Neuerungen in dem Unternehmen, der Organisation etc.
  • Interviewe einen möglichst hochrangigen Mitarbeiter.
  • Besuche eine Veranstaltung, die der Betreiber der Zielseite organisiert, und berichte darüber.
  • Schreibe über ein aktuelles Thema, das auch das jeweilige Unternehmen betrifft. Hole Dir dazu von der Presseabteilung o.ä. ein Statement, das Du in Deinem Text zitierst. 

Schreibe nach und nach über jedes Unternehmen, jede Organisation etc. auf Deiner Liste einen separaten, gehaltvollen Beitrag. Er muss nicht lang sein, sollte aber inhaltlichen Mehrwert besitzen. Diesen veröffentlichst auf Deinem Blog.

 

Schritt 3: Auf die Veröffentlichung aufmerksam machen

Nach der Veröffentlichung besteht die Chance, dass der Website-Betreiber Deiner Zielseite zum Beispiel über Google Alerts oder Empfehlungen zufällig auf Deinen Beitrag aufmerksam wird. Darauf verlasse ich mich aber nicht, sondern kontaktiere den Admin persönlich per Email.

Halte Dich dabei an das alte Marketing-Prinzip KISS: Keep it short and simple. Das bedeutet:

Rede nicht um den heißen Brei herum: Weise direkt darauf hin, dass Du über das jeweilige Unternehmen einen Artikel veröffentlicht hast, der für dieses interessant sein könnte.

Füge einen direkten Link zum Beitrag in die Email ein.

Bleib freundlich und stelle keine Forderungen.

Schlage keinen Linktausch vor nach dem Motto “Ich habe Ihre Website verlinkt, können Sie meine verlinken?”.

Sinnvoller ist ein kurzer Hinweis, dass Du deren Pressespiegel auf der Website entdeckt hast, und daraus schließt, dass Interesse an externer Berichterstattung besteht. So wirkst Du nicht aufdringlich und überlässt den Betreibern die Entscheidung, ob sie Deinen Beitrag verlinken oder nicht.

Noch einfacher ist es, wenn Du bereits Kontakt mit den Betreibern der jeweiligen Website oder anderen Mitarbeitern hattest, beispielsweise wegen eines Interviews. Dann schreib einfach eine kurze, freundliche Follow up Mail und teile Deinem Kontakt mit, dass der Artikel nun online ist. Vergiss die URL nicht.

Der Pressespiegel sollte zumindest erwähnt werden. Allerdings kann eine konkrete Frage nach dem Link zu aufdringlich sein.

Bonus: Wenn Dein Content besonders relevant für die Zielgruppe der jeweiligen Website ist, wird Dein Blogpost unter Umständen nicht nur auf der Website verlinkt, sondern auch auf den Social-Media-Profilen. Das kann Dir zusätzlichen Traffic bescheren.

 

Wer mit hoher Wahrscheinlichkeit verlinkt wird

Du kannst davon ausgehen, dass Unternehmen und andere wichtige Player sich genau überlegen, welche Websites und Blogs sie bei sich verlinken. Schließlich sollen die geposteten Links ein positives Licht auf sie werfen und bei der PR helfen. Je größer und bedeutender die Zielseite, desto stärker die Selektion.

Das heißt, dass Du eine hohe Qualität bieten musst. Um Deine Chancen auf eine Verlinkung zu erhöhen, sollte Deine Website mindestens Folgendes bieten:

  • viel hochwertigen Content
  • keine oder nur wenig Affiliate-Links
  • eine begrenzte Anzahl Anzeigen oder Werbebanner, die die Lesbarkeit nicht einschränken
  • ein professionelles Design
  • einen vertrauenswürdigen, themenbezogenen Domainnamen 

 

Fazit

Mit Hilfe dieser White Hat Seo-Methode kannst Du keine anderen Linkbuilding-Maßnahmen ersetzen, jedoch kannst Du diese damit sehr gut ergänzen.

Ein großer Teil des Erfolgs von vergleich.org in puncto Sichtbarkeit beruht letztlich auch auf dieser Strategie. Die Redaktion von vergleich.org hat vermutlich durch geschicktes Outreaching etliche Hersteller und Shopbetreiber dazu gebracht, dass auf die Testberichte ihrer Seite verlinkt wird.

Wegen der intensiven Recherche und dem Schreiben vieler einzelner Artikel ist sie mit einem ziemlich großen Aufwand verbunden. Im Gegenzug kannst Du allerdings einige besonders wertvolle und nachhaltige Backlinks generieren, die Du sonst nicht erhalten würdest. Hier zählt Klasse statt Masse.

Außerdem lässt sich die Strategie über einen längeren Zeitraum nutzen, denn Du musst Deine Liste nicht sofort abarbeiten. Immer wenn Du Zeit hast, veröffentlichst Du einen neuen Artikel und informierst die jeweilige Zielseite darüber.

Nebenbei bietet Dir Deine Liste immer wieder eine Anregung für frischen Content. Wenn Du gerade keine Ideen für einen neuen Beitrag hast, greife einfach darauf zurück und lass Dich inspirieren. So entstehen ständig neue Posts, die Du gleichzeitig gezielt für Deine SEO-Strategie verwenden kannst.

Sandra Schmitz

Sandra ist als mehrfache Internet-Unternehmerin vertraut mit dem aktuellem Marktgeschehen. Nach Ihrer Ausbildung als Fachinformatikerin hat sie für ebay und Zalando gearbeitet. Als Autorin schreibt sie seit 2014 inspirierende Fachartikel rund um Online Marketing, Webdesign, Google und Social Media.

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