Thin Content – So umgehst Du einen Rankingverlust

Der Begriff “Thin Content”, zu Deutsch: dünner Inhalt, bezeichnet einen Mangel an Inhalten auf Webseiten. Kann Deine Seite also neben den üblichen Standardelementen, wie sie beispielsweise zur Navigation benötigt werden, nur wenige oder gar keine weiteren Inhalte vorweisen, spricht man von einer “Thin Content”-Seite.

Seiten mit inhaltlichen Defiziten werden übrigens tagtäglich und tausendfach erzeugt, wenn beispielsweise ein neuer Online-Shop an den Start geht, in dem noch kein Artikel gelistet wurde oder ein Blog, dessen erster Eintrag noch auf sich warten lässt. Google und andere Suchmaschinen bewerten solche Seiten negativ. Kein Wunder, denn schließlich gibt es hier nichts, was für irgendwen von Interesse sein könnte. Solche Seiten werden aber auch oft nicht zufällig erstellt, die Inhalte folgen nur etwas später. Bis es so weit ist, empfiehlt es sich, die Seite auf “noindex” zu setzen, damit google die Seiten

Mit dem Panda-Update hat google hat vielen Webmastern ordentlich zugesetzt

Seit dem berüchtigten Panda-Update fordert Google hohe Qualität für gute Rankings. Webseiten sollen inhaltlich den Erwartungen der Nutzer entsprechen. Die Frage ist nun, wie eine durch Algorithmen bestimmte Qualität eigentlich auszusehen hat. Das hängt wiederum damit zusammen, was die Suchmaschine an Informationen heranzieht und welche Maßstäbe es anlegt, wenn es um die Messung von Qualität geht.

Google beschreibt selbst die verschiedenen Arten von “Thin Content”. Bevor wir näher darauf eingehen, hier ein kurzer Überblick:

  • Zu wenig Inhalte bzw. zu wenig Text
  • Verwendung von Brückenseiten
  • Automatisch generierte Inhalte
  • Erstellung von sog. Linkfarmen
  • Kopierte Inhalte fremder oder eigener Seiten (Duplicate Content)

Aufgabe der Suchmaschine ist es, stellvertretend für den Nutzer herauszufinden, welche Inhalte für ihn von Relevanz sein könnten. Je besser die Suchmaschine mit dieser Aufgabe fertig wird, desto wichtiger ist es auch, die Inhalte einer Webseite gleich auf die Bedürfnisse des Nutzers hin zu optimieren.

Im Klartext heißt das, dass gute und einzigartige Inhalte (unique content) auf Deiner Seite erscheinen sollten, der dem Nutzer eine Antwort auf seine Suchanfrage bieten.

 

Weniger ist nicht mehr, sondern weniger: Mangel an Inhalten

“Thin Content” definiert sich in erster Linie durch das, was es übersetzt bedeutet: dünner, also zu wenig Inhalt. Dazu gehören z.B. Seiten mit sehr wenig Text (nur ein paar Sätze oder leere HTML-Seiten), leere Autorenseiten oder Suchergebnisseiten ohne Inhalte (Erfolglose Suche über eine Suchfunktion auf Deiner Seite)

Im Grunde ist es ganz einfach: Wo nichts ist, da kann auch nichts gefunden werden. Die Folge ist, dass Deine Seite bei den Ergebnisseiten weiter herabgestuft wird.

Im Klartext heißt das also, dass genügend relevante, also mit dem Thema der Seite in Verbindung stehende Inhalte vorhanden sein müssen, damit Du bei Google ein gutes Ranking erzielen kannst.

 

Relikt aus vergangenen Zeiten: Intros und Brückenseiten

Es gab Zeiten, da war es schick oder zumindest üblich, die eigene Webseite mit einem Intro, einer Willkommens- bzw. Brückenseite auszustatten. Das ist jedoch schon eine Weile her und die Ansprüche an Dramaturgie sind seitdem gesunken. Brückenseiten wurden früher vor die eigentliche Startseite gesetzt, um den Besucher auf diese einzustimmen oder ihn schlicht zu begrüßen. Anfangs wurden dazu gerne animierte GIF-Dateien, später auch aufwendigere Flash-Animationen eingesetzt.

Das Verschwinden solcher Seiten ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass sie keinerlei sinnvollen Nutzen haben. Brückenseiten werden in den meisten Fällen als unnötig, schlimmstenfalls als nervig empfunden. Eine Ansicht, die auch Google teilt und daher die Verwendung solcher Seiten entsprechend abstraft.

 

Inhalt von der Stange: Automatisch generierte Texte

Mittlerweile gibt es Programme, die dazu in der Lage sind, Inhalte auch automatisch zu generieren – sogenannte Article Spinner. Die Texte, die dabei herauskommen, können jedoch sehr leicht als Texte von der Stange identifiziert werden. Auch wenn diese Methoden oft noch funktionieren, ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis google solche Konstruktionen als Thin Content identifizieren kann, um sie dann auch entsprechend schlecht zu bewerten.

 

Linkfarmen aufbauen: Quantität vor Qualität funktioniert auch nicht

Als Linkfarm wird eine Ansammlung von Websites oder auch Unterseiten einer großen Website bezeichnet, deren einziger Zweck darin liegt, auf eine bestimmte andere Webseite zu verweisen. Dadurch werden in großer Zahl Backlinks erzeugt, die Suchmaschinen wiederum davon überzeugen sollen, die Zielseite möglichst hoch zu bewerten. Im Grunde genommen handelt es sich dabei schon um eine Art der Manipulation von Suchmaschinen, die letztere auch nicht sonderlich honorieren. Eher das Gegenteil ist der Fall: Einzelne Seiten können von den Suchergebnissen ganz ausgeschlossen werden.

 

Duplicate Content – kopierte Inhalte

Inhalte von anderen Webseiten einfach zu kopieren und dann als eigene Inhalte auszugeben, kann von Google bestraft werden. Mal ganz abgesehen davon, dass diese Form von “Thin Content” auch von strafrechtlicher Relevanz ist, was das Urheberrecht anbelangt und einem in Webmaster-Kreisen sicher keine neuen Freunde bescheren wird. Wenn Du einzelne Passagen von anderen Webseiten benutzen möchtest, müssen diese als Zitat kenntlich gemacht werden.

 

Thin Content identifizieren und Maßnahmen ergreifen

Die oben beschriebenen Arten von “Thin Content” sollten von vornherein zu vermeiden. Ist Deine eigene Website in irgendeiner Form mit “Thin Content” belastet, sollte die Behebung dieses Problems nicht auf die lange Bank geschoben werden, schließlich steht das eigene Ranking auf dem Spiel.

Wenn Du dir nicht sicher bist, ob die eigenen Inhalte mit Googles Richtlinien konform gehen, kannst Du über die Google Search Console unter Crawling –> Crawling-Fehler herausfinden, ob die Webseite bereits aus irgendeinem Grund abgestraft wurde.

Google klassifiziert Thin Content als sogenannte “Soft-404-Fehlerseite”

 

 

Sie kann dem Besucher keinen relevanten Mehrwert bieten und genügt auch den Anforderungen von Googles Webmaster Guidelines nicht, also jenen Richtlinien, in denen festgehalten wird, welche Maßnahmen zur besseren Indizierung Webmaster durchführen sollten.

Thin Content Seiten können dann direkt gelöscht oder verbessert werden.

 

Weiterführende Informationen

Sandra Schmitz

Sandra ist als mehrfache Internet-Unternehmerin vertraut mit dem aktuellem Marktgeschehen. Nach Ihrer Ausbildung als Fachinformatikerin hat sie für ebay und Zalando gearbeitet. Als Autorin schreibt sie seit 2014 inspirierende Fachartikel rund um Online Marketing, Webdesign, Google und Social Media.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.