twago – Meine Erfahrungen mit dem deutschen Freelancer-Portal

twago ist eine deutsche Plattform, die Dich als Webmaster mit Freelancern und Service-Anbietern für Graphiken, Webseitenerstellung, Marketingaktionen oder für Softwareentwicklungen zusammenbringt. Als Auftraggeber ist die Nutzung kostenlos. Du stellst Dein Projekt ein und wählst aus den Angeboten einen Partner aus.

Ich bin auf twago nicht sonderlich aktiv. Das liegt daran, dass die Preise auf internationalen Plattformen wie z.B. freelancer.com natürlich deutlicher niedriger sind. Logos oder kleine Grafiken kann man hier für $20 oder weniger in hoher Qualität erstellen lassen.

Manchmal kommt es allerdings vor, dass man einen deutschsprachigen Freelancer benötigt. Hierfür eignet sich twago gut.

Mein Profil bei twago

Bei twago sind nach eigenen Angaben über 500.000 Service-Anbieter registriert, so dass Du schnell Unterstützung für Deine Arbeit finden wirst. Für meiner Projektausschreibungen habe ich im Schnitt je etwa 15 Angebote bekommen.

Die Anmeldung und das Einstellen der Projekte erfolgt in drei Schritten, die schnell erledigt sind:

Anmeldung bei twago

Bevor Du die Plattform das erste Mal nutzt, legst Du Dir einen Account an. Dafür hinterlegt Du Deine persönlichen Angaben bzw. Firmendaten. Die Eröffnung des Accounts ist kostenlos und Du kannst sofort Dein erstes Projekt ausschreiben.

Ausschreibung von Projekten

Die Ausschreibung funktioniert ebenso einfach wie die Anmeldung. Du legst in Deinem Account ein Projekt an und beschreibst den Inhalt. Danach gibst Du an, welche Art der Unterstützung Du suchst und wie hoch Dein Budget ist.

Angebote prüfen und Mitarbeiter auswählen

Wenn Du Dein Projekt ausgeschrieben hast, dauert es oft nur wenige Stunden, bis sich interessierte Freelancer melden. Dann entscheidest Du Dich für einen Freelancer, mit dem Du zusammenarbeiten möchtest.

Wenn kein passendes Angebot dabei ist, kommen keine Kosten auf Dich zu.

Die Verhandlungen über die Dauer des Projekts, die Art der Mitarbeit und die Bezahlung regelst Du direkt mit dem Freelancer. Wenn Du die Partnerschaft so gestaltest, dass beide Seiten davon profitieren, besteht natürlich die Chance auf eine langfristig angelegte Zusammenarbeit.

 

Arbeit mit einem Treuhandkonto

Hast Du Dich für eines der Angebote entschieden, hinterlegst Du den Betrag, den der Freelancer für seine Arbeit bekommen wird, auf einem Treuhandkonto der Firma Mangopay. Das Geld verbleibt dort so lange, bis Du den Auftrag als erledigt freigegeben hast.

Wenn der Auftrag abgeschlossen ist, prüfst Du zunächst die Arbeit des Freelancers. Du kannst Nachbesserungen anfragen, wenn es notwendig ist.

Wenn der Auftrag über einen längeren Zeitraum läuft, kannst Du Teilzahlungen mit dem Freelancer vereinbaren. Ansonsten bekommt der Freelancer die Bezahlung erst nach dem erfolgreichen Abschluss des Auftrages.

Vor der Zahlung des Betrages auf das SafePay Treuhandkonto ist es wichtig, dass Du zusammen mit dem von Dir beauftragten Freelancer die Zusammenarbeit bestätigst. Danach ist die Zahlung fällig. Das Treuhandkonto wird neutral verwaltet. Es schützt Dich vor Aufträgen, die nicht den Vorgaben entsprechen.

Aber auch dem Freelancer bietet es Sicherheit vor Auftraggebern, die nach Abschluss des Auftrages nicht pünktlich zahlen.

Hier habe ich ein Webprojekt mit über 800 Artikeln von PHP auf WordPress übertragen lassen.

Wenn Du die Zahlung freigibst, wird sie umgehend an den Freelancer überwiesen. Du brauchst bei keinem Projekt in Vorkasse zu gehen. Gleichermaßen muss der Freelancer nach getaner Arbeit nicht mehrere Wochen oder gar Monate auf sein Geld warten. Er wird sofort bezahlt, wenn der Auftrag zu Deiner Zufriedenheit abgeschlossen ist.

 

Bewertungen aus Aushängeschild bei twago

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Auftrages kannst Du bei twago eine Bewertung für den Freelancer abgeben. Wichtig ist, dass Du objektiv und ehrlich bleibst. Die Bewertungen sind für den Freelancer enorm wichtig und die Grundlage für neue Aufträge.

Der Freelancer hat auch die Möglichkeit, Deinen Auftrag und die Zusammenarbeit zu bewerten. Auch aus diesem Grund solltest Du Dich um ein gutes Miteinander bemühen. Wenn Du Forderungen stellst, die in dem angesetzten Zeitraum nicht gut zu erfüllen sind, oder wenn Du im Nachhinein die Vorgaben änderst, kommt dies bei Freelancern selten gut an 🙂

 

Fazit:

twago ist eine große Plattform, die Unternehmer und Auftraggeber mit Freelancern zusammenbringt, die spezielle Kenntnisse in ein Projekt einbringen können. Die Zusammenarbeit hat für Dich verschiedene Vorteile:

  • einfache Suche nach Freelancers für bestimmte Projekte
  • ideal für Projekte, die einen deutschsprachigen freelancer erfordern
  • schnelle und unverbindliche Projektausschreibung ohne Kosten
  • Auswahl aus verschiedenen Angeboten der Freelancer
  • individuelle Aushandlung der Bezahlung und der Vertragsbedingungen
  • individuelle Festlegung der Projektlaufzeit
  • faire Bezahlung durch Zwischenfinanzierung auf ein Treuhandkonto
  • Zahlung erst nach Fertigstellung des Projekts

Wenn Du für Deine Projekt einen Freelancer suchst, mit dem Du entweder auf deutsch kommunizieren kannst oder der für die Tätigkeit der deutschen Sprache mächtig sein sollte, ist twago empfehlenswert. Für Graphiken oder kleinere Projekte empfehle ich aus Kostengründen internationale Plattformen wie freelancer.com.

Sandra Schmitz

Sandra ist als mehrfache Internet-Unternehmerin vertraut mit dem aktuellem Marktgeschehen. Nach Ihrer Ausbildung als Fachinformatikerin hat sie für ebay und Zalando gearbeitet. Als Autorin schreibt sie seit 2014 inspirierende Fachartikel rund um Online Marketing, Webdesign, Google und Social Media.

1 thought on “twago – Meine Erfahrungen mit dem deutschen Freelancer-Portal

  1. Für Kunden ist es einfach, für Freelancer eine Zumutung:
    1. Jede 2. „Anfrage” ist völlig unzureichend gebrieft. Aussagen wie „Illustrationen erstellen” sind hier gang und gäbe.
    2. Das fällt vor allem deswegen ins Gewicht, weil es unmöglich ist Nachfragen zu stellen. Man kann nur Angebote abgeben. Aber wie, wenn man nicht weiß wofür …
    3. Unlauter an der Sache ist, dass man schon dafür bezahlt, dass man ein Angebot abgibt. So kann twago in jedem Fall abkassieren …
    4. diverse Kritiken lauten dahingehend, dass unzählige Billiganbieter die Preise kaputt machen. Anbieter aus Billiglohnländern machen jegliche Angebote die sich auf lebensnotwendigem betriebswirtschaftlichem „westlichen” Niveau befinden kaputt …

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